Gedanke
Eine sprachliche Aufbereitung meiner Dinge wird aktuell durch einige gedankliche Barrieren behindert. Ich kann vieles nicht überschauen. Ganze Areale sind wie ausgeblendet. Auch sind die Erinnerungen an andere Momente meines Daseins gehemmt. Solche Erinnerungen treten zwar sporadisch bei mir auf, aber ich habe das Gefühl, dass ich noch vieler Momente der Heilung bedarf, ehe es besser wird.
Um nun direkt eine Gelegenheit zu wählen, die Heilung verspricht, lasse ich zu, was ist. Sobald sich dieser Moment zur Klarheit kristallisiert, halte ich inne. Ich atme durch. Ich bin dabei zu genesen.
Immer wieder stolpere ich über sprachliche Fragmente. Das sind Bruchstücke. Sie sind nur selten offensichtlich Teil meiner Befindlichkeit. Das sind die Stolpersteine in meinem Inneren. SIe zu belassen, bedeutet, sie anzuerkennen. Was auftritt, kommt auch vor. Es ist natürlich richtig, dass sie auftreten. Leider passt mir das nicht so recht.
Meine Produktivität sinkt stark, wenn zu viele dieser Stolpersteine aufgetreten sind.
In Folge dieser Erkenntnis senke ich meinen Anspruch an mich, produktiv zu sein. Ich ahne, dass eine falsche Umsetzung meiner Leistungsfähigkeit zu einer Blockade führen würde.
Mit Blockaden umzugehen, ist eine Technik. Ich fasse darum die Blockade selbst als eine natürliche Form auf, die zu Recht besteht. Was vorkommt, wirkt sich auch aus. Hebe ich die Blockade verbal auf, dann täusche ich mich nur. Ihre Auswirkung besteht fort.
Da behindern mich diese sprachlichen Fragmente. Ich kann im Alltag nicht gut bestehen, wenn ich nicht richtig nachdenken kann. Gebrochene Gedanken, die wie Fetzen der eigentlichen Sprache sind, haben Relevanz, aber sie führen zu nichts Gutem.
Das kann ich so beobachten.
Impuls
Alle Welt spricht von toxischen Menschen, aber niemand behandelt seine Vergiftung.
Impuls
Am Anfang ist alles nichts. Da sind beide Phänomene identisch. Sobald sich das Alles und das Nichts nicht mehr geglichen haben, sind die Prozesse der Wandlung in Gang getreten. Dann hat sich der Zwischenraum geformt. Das Licht ist entstanden. So verstehe ich es Dank meiner Vorstellung.
Wandlung ist ein funktionelles Geschehen. Es läuft als Prozess ab, was wir als Wandlung vernehmen können.
Entscheidend für jede Art von Prozess ist das Prinzip der Sammlung. Das stelle ich mir wie ein Gefäß vor, eine Art Speicherfähigkeit. Ist der Speicher überfüllt, dann bricht er in Stücke. So entstehen kleinere Gefäße.
Ich gehe von einer feinen Verästelung der Natur aus. Betrachte ich den Kosmos und seine kleinsten Bestandteile, dann erkenne ich meine Position. Bezogen auf die Dimension des Kosmos bin ich kleiner, aber dennoch deutlich größer als seine kleineren Anteile. So komme ich dazu, mich selbst als dimensionale Mitte dieser Größenordnung zu verstehen. Das geht jedem Menschen so, der darum weiß.
Nur wer etwas erkannt hat, kann auch darum wissen. Es gibt keine Gelegenheit, Wissen zu übertragen. Das Vermögen eines Menschen ist an ihn gebunden.
Ab hier geht es los. Jetzt kommt der Mensch mit seiner Wahrnehmung ins Spiel. Um ihn sollte es in meinen Schriften gehen, denn ich schreibe meine Bücher für meine Mitmenschen.
Bislang ist noch gar nichts geschehen. Ausgehend von diesem nullten Vorgang des jetzt eintretenden Prozesses hat alles bereits seinen Platz. Somit findet sich auch seine Wertigkeit. Etwas stellt sich bei mir darum ein, das ich davon habe.
Gedanke
Meine Kunstform ist keine, die in der Kunst selbst gipfeln möchte. Mein künstlerischer Anspruch orientiert sich vielmehr am Befinden der Menschen.
Ähnliches gilt für meine Schriften. Wer sie liest, sollte ein gutes Resultat haben; sein Gemütszustand sollte sich bestenfalls klären und aufhellen.
Das Dasein ist voller Aufgaben. Ich leiste sie und bin dabei um gute Ergebnisse bemüht. Hat man dann nach der verrichteten Arbeit etwas Muße, möchte man sich auch mit schönen Dingen befassen. Sie wirken bestenfalls stabilisierend auf mein Gemüt.
Mit meinen Gedanken gehe ich gerne um. Das Denken empfinde ich als berechtigt. Auch meine Bedenken sind so. Ich lote zeitweise die für mein Leben gültigen Spielräume aus. Gedanken kommen und Gedanken gehen. Das ist das innerliche Spiel. Ich sage da Tetris dazu, weil es ähnliche Eigenschaften aufweist.
Auf die essentiellen Dinge als Mensch möchte ich nicht verzichten. Ich richte mich nach meinem Bedarf aus, aber ich korrigiere meine Fehleinschätzungen. Das Bedürfnis ist genauso berechtigt vorgekommen wie das Ende der Messlatte. Der leere Beutel gibt nichts mehr her.
Da warte ich ab. Das Gras wächst nur sehr langsam nach. Rasiere ich zu radikal, dann geht es kaputt. Darum achte ich darauf, dass mir immer noch ein Rest an guten Dingen verbleibt.
Ich bin ein gläubiger Mensch, aber ich achte auf die Auswirkung meines Auftretens. Niemand braucht mein inneres Licht. Keiner bedarf meiner Leuchte. Was ich zu eigen habe, das gehört zu mir. Darüber darf kein anderer verfügen.
Mit meinem Licht gehe ich um, wenn ich meine Kunst schaffe. Es stellt sich die Frage, was die Leute von mir halten. Nur der Mensch, der mich im richtigen Licht sieht, sieht mich auch wirklich.
Idee
Manchmal fällt mir nichts Gutes ein. Dann versetzt mich meine augenblickliche Situation in eine schwierige Lage. Sie bedarf eines besonderen Umgangs. Ich achte darauf, mich nicht selbst zu verletzen. Nur weil ich nichts liefern kann, sollte das nicht bedeuten, dass ich generell nicht tauglich bin.
Auf was möchte ich eingehen? Welches Wort wäre jetzt wichtig?
Ich ahne, dass es gut ist, diesen Zustand anzuerkennen. Ich möchte ihn so lassen. Wie es ist, so erscheint es auch. Dieser Sachverhalt ist so, weil er berechtigterweise eingetreten ist.
Was ist, ist bestimmt wahr. Das Phänomen hat Berechtigung. So erscheint es und darum ist es auch gut. Der eigene Umgang damit ist etwas, für das ich mich einsetze. Ich behandle mich pfleglich.
Es ist eine Katastrophe, wenn man nicht richtig funktioniert. Dann verliert man seine Perspektive. Die eigene Leistung reicht nicht aus. Darunter leidet die Verrichtung der geforderten Arbeit. Aber richtig katastrophal wird es erst, wenn man schlecht mit sich umgeht. Wer sich selbst mehr abverlangt, als er geben kann, der scheitert mit großer Wahrscheinlichkeit.
Gedanke
Langsam gehen die Dinge vonstatten. Etwas geschieht mit mir unterdessen. Dazu habe ich eigene Gedanken.
Ich beziehe in meinen Schriften klare Positionen. Das Gute daran ist die Auswirkung dieser eindeutigen Positionierung von mir. Man versteht mich besser, wenn ich gut sortiert bin und mich ordentlich ausdrücke. Ich glaube, dass es sich bei jedem auf diese Weise auswirkt, wenn er sich wohlüberlegt verhält.